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Freitag28 April 2017

Scharfsinnigkeit und Realitätssinn

Der Wandel von der meist fremddeterminierten zur stärker unabhängigen Anregung vollzieht sich grundsätzlich bei dem Wandel des Schulkindes zum elementaren Realitätssinn.

Die Transition findet bei Mittel- wie noch Oberschichtkindern und bei Mädchen eher statt als bei Unterschichtkindern und Jungen. Mit dem Lebensalter nimmt ferner die Zeitdeutung zu:

Man kann sich dieserfalls nicht mehr ausschließlich über Tage, stattdessen bereits über einige wenige Wochen hin an einem Projekt arbeiten. Die heranwachsende Ungebundenheit von direkter Belohnung ist keinesfalls nur vom Alter, stattdessen ferner von der Sozialschicht und von der Scharfsinnigkeit abhängig.

Eine bedeutende Folge auf die Schulleistung hat weiterhin die Arbeitshaltung, gründliche Aufmerksamkeit, Ausdauer, Aufgabenbereitschaft, gezielte Steuerung usw. Auch ihre Realisierung ist in hohem Mass von Milieueinflüssen dependent; Fortentwicklungsvorgänge im Denkorgan bilden die biologischen Erfordernisse. Beeinträchtigungen der Arbeitshaltung findet man überwiegend bei Nachwuchs aus suboptimalem Milieu und bei hirngeschädigtem Nachwuchs.

Drei Fundamentbedürfnisse des Kindes sollen vermittels der Schule saturiert werden, nämlich das Bedürfnis nach angebrachtem Unterricht, nach Akzeptanz in der Gruppe wie auch nach der Eingliederung in die Welt der Mündigen.

Eine ausgesprochen wichtige Aufgabe der Schule ist die Realisierung der Stützprozeduren der Intelligenz vermittels strukturierter Ermunterung im Zusammenhang mit schlechter Arbeitshaltung wie noch mittels Anregung einer ergebnisorientierten Leistungsmotivierung.

Unterschiedliche schulische Tatsachen beengen die bestmögliche Förderung jedes einzelnen Heranwachsenden: Frontalausbildung, die Klassengröße, Mittelklasseausgerichtetheit ebenso wie die vorrangig sprachliche Ausrichtung unserer Schulen auslösen eine einseitige Förderung unterschiedlicher Schülergruppierungen.

Zunächst die schwächeren, problembehafteten Kinder aus der Unterschicht durchlaufen auf diese Art Vernachlässigung. Die einseitige Betonung des Leistungsprinzips, die sich im autoritären Führungsstil und in der sozialen Benachteiligung des schlechten Schülers niederschlägt, erschwert die Rolle der minder starken Schüler.

Sie werden häufig in eine Underdoglage geschoben, aus der sie kaum mehr heraus kommen: Teufelskreis widriger Erwartung, schwacher Errungenschaft, geringer Zustimmung.

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