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Dienstag30 Mai 2017

Allmähliches ablösen vom Familienverband

Auch sind Idole und Ideale schichtbestimmt: Unterschichtheranwachsende scheinen sich stärker an separate Vorbilder als an Ideale auszurichten,

und bei den Idealen stehen praktische Wertausrichtungen zuvorderst: Sport wie auch Kunst sowie die Sicherheit in der Familie stützen größte Wichtigkeit.

Mittel- und Oberschicht-heranwachsende lehnen sich besonders nach politischen und abstrakten Idealen wie z. B. Gottesglauben, Ungezwungenheit, Zuverlässigkeit...).

Die Disputation mit sich selbst im Prozess der Ichfindung führt häufig zu einer Über einstufung der eigenen Person, Ichzentrizität) ebenso wie im gleichen Atemzug zu einer Labilität des Selbstwerts.

Der Adoleszent spricht nunmehrig namentlich empfindsam auf Erfolge sowie positive Erlebnisse an. Diese mögen ihm großen Auftrieb spendieren; gleichwohl nicht zuletzt in negativer Sinnhaftigkeit reagiert er heftig, reale wie auch vermeintliche Niederlagen treffen ihn empfindlich und können ihn, zügiger denn einen Erwachsenen, in eine Gemütsspäre des Lebensüberdrusses drängen, sh. nicht zuletzt Häufigkeit der Selbsttötungbemühung.

Solcherlei pauschale Ungewissheit begünstigt vielmals ein exzessives Geltungsstreben sowie ein Bedürfnis nach euphorischem Selbst-Erleben.

In fester Abhängigkeit mit der Ichfindung passiert die Ablösung von der von den Angehörigen. Diese passiert, wie eine Menge Analysen zeigen,  bei weitem nicht eruptiv, stattdessen quasi inkrementell. Die erste Emanzipationsstufe passiert sich im Bereich der Freizeitgestaltung, man verbringt nun seine Freizeit größtenteils bei Gleichaltrigen sowie charakteristische Vorlieben und Interessenschwerpunkte realisiert werden.

Die Identifikation mit den Wertanschauungen  der Angehörigen, wie zum Beispiel politische wie auch religiöse Meinungen, bleibt intakt. Ebenfalls bei der Problemlösung persönlicher Problematiken hat der Familienverband noch eine essentielle Funktionalität.

Die Übereinstimmung von Meinungen und Ideologien zwischen Erziehungsberechtigte und Kindern ist schichtgeprägt: Die Einhelligkeit ist grundsätzlich passender in den mittleren ebenso wie oberen Sozialschichten. Die Eltern der unteren Schichten vollbringen es offenkundig weniger gut, Anschauungen und Werthaltungen an ihren Nachwuchs weiterzugeben.

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