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Freitag23 Juni 2017

Relevanz-Reifung der Persönlichkeit

Die Reifung der Persönlichkeit ist ein integrierender Prozess, daraus ergibt sich: die daran eingebundenen Faktoren stehen in enger wechselseitiger Relation. Im einzelnen Bestehen können die unterschiedlichen Faktoren gleichwohl eine unterschiedlich ins Gewicht fallende Relevanz haben:
 
Anlage (Gene)

Sozio - kulturelle Aspekte (Einwirkung der Angehörigen, der weiteren sozialen Peripherie
und des Kulturkreises auf das Individuum)

Selbststeuernde Tendenzen - Innerseelische, lebhafte Aspekte, verborgene dynamische Vorgänge

Bei der instrumentellen oder operativen Konditionierung ist das Individuum rege. Es führt Erfolg (Belohnung) bzw. Rückschlag (Ermangeln der Belohnung oder Strafmaßnahme) selbst herbei.

Selbige Lernform kann de facto in allen Lebensbereichen (erkenntnismäßig, emotional und zwischenmenschlich) angewendet werden.

Deshalb ihre zentrale Wichtigkeit für die gesamte Erziehungswissenschaft. Die besten Lerngewinne vermögen anhand intermittierender, kohärenter Stützung und mithilfe möglichst klarer Vorstellungen über die begehrenswerten Handlungsweisen erzielt werden.

Das Lernen mittels Selbsterkenntnis ist eine Denkfähigkeitsleistungsfähigkeit und beruht auf dem Nachvollziehen von Zusammenhängen innert den verschiedenen Aspekten einer Begebenheit.

Vormalig erlernte Problemlösungen vermögen ohne vorheriges Probieren auf vergleichbare Situatipnen angewendet werden.

Emotionale und soziale Handlungsweisen werden vorrangig vermittels Nachahmung und Identifikation mit einer Modellperson gelernt.

Die Musterperson hat Leitbildcharakter und legt nahe, ihre Verhaltensweisen, Denkweisen, Haltungen etc. nachzuahmen.

Grundkriterium dazu  ist eine positive Verbindung zum Modell. Unkomplizierte Nachbildung ist personenunabhängig und ereignet sich vorrangig mehrfach in den ersten Lebensjahren .

Die höheren Anordnungen des Lernens sind bloß dem Menschen spezifisch. Im maßgeblichen sind das: Das Begriffe-Erlernen, das Richtlinien-Lernen und das Lernen durch Selbsterkenntnis.

Das Individuum als Persönlichkeit ist indes beileibe nicht einzig ein Produkt von Prädisposition und Umwelt. Entsprechend Vitalstärke und Interessenneigung vermag er seiner Entwicklung durch Selbststeuerung Impulse zu geben.

Die Ausdehnung der selbststeuernden Tendenzen ist über die Lebhaftigkeit und Interessenneigung hinaus obendrein von der Erziehung abhängig. Eine motivierende, zur Autonomie aktivierende, nicht beengende Erziehung mag dabei eine kritische positive Nachwirkung haben.

Das Zusammenarbeit der wechselvollen Bestimmungsfaktoren ist eine wichtige Grundlage und zugleich ein Merkmal jedes Evolutionsvorgangs.

Besonders deutlich wird dieses im Zusammenspiel von Reifung und Aneignen: In den elementaren Perioden sind vermöge bestimmter Reifungshergänge optimale Lernbedingungen gegeben.

In diesen Entwicklungsphasen lassen sich festgelegte Verhaltensweisen deshalb besonders leicht aneignen.

Falls es an Motiven während dieser elementaren Zeitspannen mangelt, so ist ein ' Nacharbeiten ' darauffolgend bei weitem nicht unmöglich, jedoch schon beeinträchtigt. Den Anschluss finden an verpassten Lernvorgänge ist desto simpeler, je früher Gelegenheit hierfür vorliegt.

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