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Freitag28 April 2017

Exzeptionelle Signifikanz im ersten Lebensjahr

Das erste Lebensjahr ist von exzeptioneller Signifikanz für die Entwicklung des Menschen. Verwirklichung beginnt aber keineswegs erst nach der Niederkunft, sondern bereits vorher.

Über die vorgeburtliche (pränatale) Weiterentwicklung verstehen wir, daß diese mit einer sehr großen Geschwindigkeit abläuft:

Schon der Embryo besitzt sämtliche inneren Organe, und am 43. Tag ist die Beschaffenheit des Gehirns schon komplett ausgebildet.

Zum Anfang der Fötalzeit prägen sich bereits auch einzeln-genetische Besonderheiten heraus.

Markant für den Menschen ist, daß er — im Kontrast zu allen höheren Säugern — unvollkommen und unvollendet zur Welt kommt.

Die ihm eigenen Artcharakteristika erwirbt er erst imZeitverlauf des ersten Altersjahres, welches man folglich als extra-uterines Frühjahr tituliert.

In dieser Dauer ist das Kind in höchstem Ausmaß abhängig von seiner Umwelt, ohne Pflege wäre es nicht lebensfähig.

Die Realisierungsdynamik des ersten Lebensjahres ist vergleichbar turbulent wie in der pränatalen Periode und hat mit zu dem Namen des extra-uterinen Frühjahres beigetragen.

Die Niederkunft ist wohl ein von außerhalb gesehen einschneidendes Ereignis, in Wirklichkeit aber lebt der der Säugling - wenn auch external des Mutterleibes — im Verlauf einiger Dauer in gleichartiger Weise weiter wie vorab der Geburt.

Das gilt vornehmlich für die ersten 8 Lebenswochen, die nachgeburtliche (postembryonale) Zeitspanne.

Sie ist gekennzeichnet durch lange Schlaf- und kurze Wachzeiten (eine Form der Fortsetzung des embryonalen Lebens), triebhafte Unruhebewegungen (Zappeln), Schreien und Kostaufnahme.

Erst im zweiten Lebenssemester nehmen die Wachzeiten und hierdurch außerdem die spontanen Geschäftigkeiten zu.

Die reaktive Periode (vom 3. bis Ende des 6. Monats) ist charakterisiert durch charakteristische Reaktionen auf Umweltreize: nachblicken, lauschen, betrachten, experimentieren, greifen, lächeln und babbeln.

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