Aktuelle Seite: Home Extras Lifestyle Empathie und Bedrohungsgefühle

Sonntag22 Januar 2017

Empathie und Bedrohungsgefühle

Es ist profund in uns verwurzelt und befällt uns solcherart ungeplant wie Angstgefühle. Ohne Mitgefühl gäbe es keine keine Uneigennützigkeit untereinander.

Ein erbarmungsloser Erdenbürger wird überwiegend als unsympathisch empfunden. Wir selbst möchten allerdings keineswegs jene Gefühlsbewegung in anderen wachrufen.

Denn Anteilnahme hat eine Andere Seite der Medaille. Einmal im Jahr feiern Kinder St. Martin, welcher mit seinem Ross durch die Winterlandschaft trabt und von einem ausgefransten Mittellosen am Weg um Beistand anfleht wird.

Der gute Mann bedenk nicht lange Zeit, zerteilt seinen warmen Überhang mit dem Säbel und überreicht die eine Hälfte dem Bettler.

Die großherzige Geste trägt ihm bis zum heutigen Tag Ehrerbietung ein – und den Kindern Naschwerk. Variationen von Mitleid sind das Hartgeld, die unsereins in die Kopfbedeckung eines Bettlers fallen lassen, oder die Spendenüberweisungen für Hilfsprojekte.

Das aktive Mitleid hat nicht einzig im Christentum eine lange Überlieferung, statt dessen ist sie in allen Weltanschauungen festgemacht. Faktisch ist es ein sehr altes, profund verwurzeltes erbliches Programm, das scheinbar schon den Steinzeitmenschen das Überdauern der eigenen Spezies absichern sollte.

Gerät ein Mensch des eigenen Sippschafts in eine bedrohliche Notlage, rumoren auch bei den anderen Mitgliedern die Alarmglocken, und ebendiese suchen, den lebensbedrohlichen Zustand abzustellen, da ja: im Kampf contra der Übermacht der Natur wird jeder Gruppenangehöriger beansprucht und der Fortfall eines Artgenossen schwächt die Gruppe.

Bedauern scheint wie Bedrohungsgefühl, eine frühzeitliches Regung zu sein, die im ältesten Teil des Gehirns in Erscheinung tritt, nämlich im limbischen System, das instinktmäßige Rückmeldungsmuster in Gang bringt. Haben wir Beklemmungen, dann wollen wir weglaufen.

Überwältigt uns Mitleid, dann wollen wir hinrennen, etwas Zweckmäßiges demgegenüber handeln. Der Mensch ist als zwischenmenschliches Wesen auf seine Artgenossen dependent. Allein mag er eher nicht fortdauern. Einfühlungsgabe hilft, Notlagen und Angriffe in der Schar zu verwinden.

Das gilt bis heute. Mit der Progression hat darum jede Sozialstruktur ein System der Nothilfe ausgetüftelt... aus aus reiner Selbstbewahrung, indem jeder einmal in kritische Situationen geraten kann.

About Us

Powered by SkillZone

Breadcrumbs

Aktuelle Seite: Home Extras Lifestyle Empathie und Bedrohungsgefühle