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Donnerstag18 Juli 2019

Inflationswagnis - Geldentwertung und Vermögensschaden

Das Inflationswagnis beschreibt die Fährnis, dass der Geldgeber ob einer Geldentwertung einen Vermögensschaden erleidet.

Dem Risiko unterliegt zum einen der Realwert des vorhandenen Besitzes, zum anderen der effektive Profit, der mit dem Vermögen erwirtschaftet werden soll.

Realertrag als Orientierungsgröße

Rahmenbedingung ist:

Eine Inflationsrate von etwa vier bis fünf Prozent alljährlich würde in nur sechs Jahren zu einem Geldwertrückgang von rund 25 V. H., in einem Dutzend Jahren zu einer Halbierung der Kaufkraft des Geldbesitzs führen.

Als Anleger sollten Sie aufgrund dessen auf die Echtverzinsung achten: Darunter versteht man bei festverzinslichen Anteilscheinen die Verschiedenheit zwischen der Marge und der Preissteigerungsrate.

In den meisten Wirtschaftslage- und Zinsphasen der Historie war in der Bundesrepublik Deutschland bisherig ein positiver Realzins bei Anleihen zu verzeichnen.

Berücksichtigt man jedoch zusätzlich die Versteuerung der Einkünfte aus Kapitalvermögen, so konnte nicht immerzu eine Kompensation des Kaufkraftwegfalls erzielt werden.

Aktien als so genannte Sachwerte entbieten genauso keinen detaillierten Schutz gegen die Inflation. Der Grund dafür:

Der Abnehmer sucht im Großen und Ganzen keineswegs den Substanzwert, statt dessen den Ertragswert der Aktie.

Je nach Höhe der Preissteigerungsrate und dem realisierten Ertrag in Form von Dividendenerlös und Kursgewinnen (oder Kursverlusten) mag sich eine negative oder eine positive Effektivverzinsung ergeben.

Inflationsverlässlichkeit von Sachwerten vis-à-vis Geldwerten

Darüber, in welchem Ausmaß eine Disposition wertbeständig, d. h. ungefährdet vor Geldwertschwund ist, mag keine grundsätzliche Äußerung getroffen werden.

Längerfristige Vergleiche haben ergeben, dass Sachwerte passendere Anlageergebnisse erzielten und hierdurch wertbeständiger waren als Geldwerte.

Außerdem in den exorbitanten Inflationen und Währungsadaptierungen nach den beiden Weltkriegen zeigten sich Sachwerte persistenter als nominell gebundene Gläubigeransprüche.

Dazwischen gab es sehr wohl längere Spannen, in denen vice versa Geldwertanlagen den Sachwertanlagen überlegen waren.

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