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Dienstag22 August 2017

Eigenheiten des Erwachsenenalters

Die Anfrage nach den besonderen Eigenheiten des Erwachsenenalters im Vergleich zum Beispiel zum Jugendalter und zum Alter bei weitem nicht simpel zu beantworten ist.

Verschiedenartige Herangehensweisen ergeben zum Teil verschiedene Feststellungen und mitunter gar Unvereinbarkeiten.

Manifestierbar ist:

Es gibt keine altersmäßige Festsetzung des so genannten Erwachsenenlebensabschnitts, zumeist ist die Zeitdauer von 20 oder 22 bis 60 oder 65 Jahren adressiert.

Eine Vergegenwärtigung des Erwachsenenlebensabschnitts ist bloß dann in vertretbarer Weise möglich, falls wir diese Lebensabschnittsspanne als Baustein eines gesamten Lebenslaufs betrachten, welcher seine elementaren Bestimmungsgrößen aus dem vorweg gelebten Leben und den Auswirkungen, denen dieses Leben unterlag, empfangen hat.

Sonstige wichtige Determinanten sind:

die allgemeine anhängige Situation, Einkünfte, Berufstätigkeit, Familienstand und so weiter Der Einfluss der Kriterien ist folgenschwerer als die von innen kommenden Reifungshergänge sowie der die Wirkung des Lebensalters in Jahren.

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Subjekten dieser Gruppe sind größer denn in einem vorherigen Lebensalter; somit ein weiterer Grund für die prekäre Darstellung der Erwachsenen als Gruppe.

Eine Phasenlehre der humanen Lebensgeschichte, die innen entstehende Entfaltungsverläufe zum elementaren Kriterium nimmt, entspricht nicht den derzeitig gesicherten Kenntnissen. Weder die Differenzierung einzelner Perioden noch deren Kennzeichnung sind sicher und unstrittig schaffbar.

Dies gilt ferner für Krisen, die nach manchen Ansätzen den Wechsel von einer Phase zur anderen beschreiben. Es gibt keine zwingenden Krisen in der Dynamik des Erwachsenen.

Darüber hinaus haben Krisen den Umständen entsprechend in der psychologischen und sozialen oder gesundheitlichen Konstellation eines Menschen ihre Begründung als in innen entstehenden Prozessen.

Analog unzureichend wie die Phasenlehre ist die Herangehensweise, welche von geheißenen Transitionsphasen ausgeht. Wohl meidet er die zentrale Abhängigkeit zu endogenen Prozessen, doch mag auch er zu bestimmten Qualitäten führen, welche der Einzigartigkeit des Lebens nicht gerecht werden.

Wechselphasen, wie z. B. die Wechseljahre oder die Versetzung in den Ruhestand, werden äußerst ungleichartig und mit augenfällig individuellen Akzentuierungen erlebt als obendrein konvertiert.

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