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Freitag23 Juni 2017

Emotionale Evolution und Bezugsindividuen

Motorik: Das Kind 'lernt' sitzen und stehen und vergrößert vorrangig kriechend seinen Einwirkungsbereich.

Kognitive Evolution: Die Dingdenkweise tritt hervor,

ferner: die sensomotorische Denkfähigkeit (Gerätschaftsdenken) entwickel sich.

Das wichtigste Merkmal dieser Periode ist eine detektierbare Bindung an die unausgesetzte Pflegeperson; die soziale Beziehungsfähigkeit beginnt sich zu entwickeln. Die Wechselbeziehung der Pflegeperson, mehrheitlich ist es die Mutter, mit ihrem Heranwachsender ist in diesem Fall maßgeblich.

Kontaktwärme, d.h. Körperinteraktion mit der Mutter, Wärme, freundliches, kosendes Sprechen, Ankuscheln, Blickkontakt, ist ein essenzielles Bedürfnis und bildet die Basis der ersten gefühlsmäßigen Verbindung. Aus einer bestätigenden ersten Beziehung entsteht sich Zuversicht zur Welt; die erste Verbindung ist gleichsam das 'Grundmodell', nach dem Interaktionen im späteren Existieren arrangiert werden.

Wie elementar die ersten Zuordnungen des Kindes zu seiner Peripherie sind, erweisen die Schädigungen von medioker hospitalisierten Kindern. Wohl lassen sich beileibe nicht alle Entwicklungsrückstände, wie ehemalig angenommen wurde, auf die Dissoziation von der Mutter zurückführen.

Intellektuelle Entfaltungsstörungen fußen auf Stimulussarmut schlechter Heime und können, sofern ein Peripheriewechsel früh genug erfolgt, geschwind aufgeholt werden. Wesentlich komplexer sind die Folgen auf die emotionale Evolution. Es ist manifestiert, daß:

1. für eine gesunde Entwicklung der gefühlsmäßigen Beziehungseignung und der sozialen Anpassung kompakte, dauerhafte Beziehungen zu Umgebungspersonen unentbehrlich sind;

2. selbige Beziehungen aber nicht einzig zur Mutter oder einzig zu einer Person, sondern durchaus zu mehreren Menschen möglich sind; maßgeblich ist, daß die Bezugsindividuen sich deutlich mit dem Kind engagieren und es Kontaktbehaglichkeit erleben lassen.

Die gewichtige Zeit für das Eingehen dieser kompakter Beziehungen und für die Anordnung der Beziehungskompetenz schlechthin ist das Lebensalter zwischen 6 - 8 Monaten und 1 1/2 Jahren.

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