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Samstag19 Oktober 2019

Zuwendung zur Umgebung und Erwiderungsperiode

Die Wahrnehmung ist zu Beginn allumfassend und fixiert sich erst einmal alleinig an das Ausmaß, nicht an die Struktur der Umweltanreize. In der Erwiderungsperiode formt erstes Observieren,

wobei dem menschlichen Antlitz besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird (die Augen haben Hinweisfunktionalität). Das Präferieren sozialausgerichteter Reize scheint angeboren und dürfte in einer direkten Verknüpfung zur Interdependenz des Kindes zu seiner zwischenmenschlichen Umwelt stehen.

Zudem werden vielschichtige Strukturen einfachen gegenüber präferiert. Die Anregung der weiteren Reifung vermittels einer pluralistischen Umwelt ist offenbar eine wichtige in praxi Schlussfolgerung aus diesen Observationen.

Erste Gedächtnis- und Lernleistungsfähigkeiten treten in  mit der Kostsannahme auf (Vervollkommnung des Saugreflexes und Antworten auf Vorsignale. Darüber hinaus zeigen sie sich im Nachblicken und Wiedererkennen, in Verblüffen und Erwarten wie auch in den Fremdheitseindrücken.

Das Denkvermögen realisiert sich in dieser Periode noch nicht, dennoch werden erste sensomotorische Erfahrungen, auf denen die Intelligenzfortentwicklung als nächstes konstituieren wird, gemacht (ansehen, halten, betasten, greifen).

Im emotionalen und zwischenmenschlichen Gebiet reagiert das Kind mit Schmunzeln auf den Menschen ganz global, zunächst auf das menschliche Konterfei und die Augen, späterhin auch auf die menschliche Stimmlage. Zudem ahmt es den Konterfeiausdruck unwillkürlich nach. Es handelt sich dabei um ein genuines Instinktverhalten.

Die Dynamik der Sprache hat bezeichnende Vorstufen: das Brabbeln und die Geräuschäußerungen. Das Babbeln ist ein Zweckspiel, die Geräuschäußerungen konstatieren die typische menschliche Affinität, mit 'Sprechen' auf Sprache zu erwidern. Auf dieser Ebene der Sprachentwicklung ist das Kind freilich auf Veröffentlichung und Auslösung von Verhaltensweisen der Umwelt limitiert.

Die Zeitspanne der aktiven Zuwendung zur Umgebung (innert 7. und 11. Monat) ist charakterisiert anhand einer größeren motorischen Beweglichkeit, welche nun nicht zuletzt eine aktive Berücksichtigung zum Erwachsenen und eine vitale Inbesitznahme von Dingen erlaubt.

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