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Dienstag17 Oktober 2017

Realisierung im ersten Lebensjahr - Exzeptionelle Bedeutung

Das erste Lebensjahr ist von exzeptioneller Bedeutung für die Weiterentwicklung des Menschen. Entfaltung beginnt aber nicht erst nach der Niederkunft, sondern schon vorher.

Über die vorgeburtliche (pränatale) Realisierung kennen wir, daß diese mit einer sehr großen Geschwindigkeit abläuft:

Bereits der Embryo besitzt sämtliche inneren Organe, und am 43. Tag ist die Konsistenz des Gehirns bereits ganz ausgebildet. Zum Start der Fötalzeit prägen sich bereits auch einzeln-genetische Besonderheiten heraus.

Bezeichnend für den Menschen ist, daß er — im Gegensatz zu allen erhöhten Säugern — inkomplett und unvollendet zur Welt kommt. Die ihm eigenen Artspezifika erringt er erst imZeitverlauf des ersten Lebensjahres, das man daher als extra-uterines Frühjahr tituliert.

In dieser Dauer ist das Kind in höchstem Grad abhängig von seiner sozialen Umgebung, ohne Pflege wäre es nicht lebensfähig. Die Realisierungsdynamik des ersten Lebensjahres ist vergleichbar stürmisch wie in der pränatalen Periode und hat mit zu dem Begriff des extra-uterinen Frühjahres beigetragen.

Die Entbindung ist wohl ein von außerhalb gesehen einschneidendes Geschehnis, in der Realität aber lebt der das Baby - wenn auch external des Mutterleibes — im Verlauf einiger Dauer in gleichartiger Weise weiter wie vorweg der Geburt. Das gilt vornehmlich für die ersten 8 Lebenswochen, die nachgeburtliche (postembryonale) Periode.

Sie ist gekennzeichnet durch lange Ruhe- und kurze Wachzeiten (eine Form der Fortsetzung des embryonalen Lebens), ungesteuerte Unruhebewegungen (Strampeln), Schreien und Essensaufnahme. Erst im zweiten Lebenssemester nehmen die Wachzeiten und dadurch gleichfalls die unüberlegten Geschäftigkeiten zu.

Die reaktive Zeitspanne (vom 3. bis Ende des 6. Monats) ist gekennzeichnet durch charakteristische Reaktionen auf Umweltanregungen: nachblicken, horchen, besehen, experimentieren, greifen, schmunzeln und lallen.

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